Und noch ne Umfrage

Focus Taiwan scheint sich meine Beschwerde über ihre selektive Berichterstattung vielleicht zu Herzen genommen zu haben und berichtet heute über eine Umfrage der Europäischen Handelskammer Taiwan in Zusammenarbeit mit einem Marktforschungsinsitut.

Die haben nämlich 186 exklusiv ausgewählte “Expats” in Taiwan über nicht weniger als 51 Aspekte des Lebens in Taiwan (hab jetzt allerdings nicht nachgezählt) befragt und heraus kam, dass die Mehrheit mit der Luftqualität und der Sicherheit auf Taiwans Straßen unzufrieden ist. Hier geht es zum Artikel.

Da Focus Taiwan leider wieder einmal nicht in der Lage ist, auf die betreffende PDF zu verlinken, übernehme ich den Job mal wieder.

Ist im Großen und Ganzen eine sehr schöne Übersicht, die mir auch deswegen besser als die AmCham Umfrage gefällt, weil wirklich mehr auf das “normale” Leben eingegangen wird, anstatt sich eher auf Business Fakten zu konzentrieren. Liegt aber wahrscheinlich daran, dass das hier eine Quality of Living Survey ist und die von AmCham eine Business Climate Survey ;)

Kann ja jeder mal für sich schauen, ob er/sie sich in den ganzen Balken gut wiederfindet, ich für meinen Teil halte die gesamte Umfrage für ziemlich gelungen.

PS: Und falls noch Umfragen der Asiatischen, Australischen oder Afrikanischen Handelskammer veröffentlicht werden, dann werde ich mich hier wieder melden ;)

Betty goes Taiwan (Teil 5) – Recap

http://www.prosieben.de/tv/taff/video/201515-betty-goes-taiwan-teil-5-clip

(außerhalb Deutschlands nur mit VPN abrufbar)

Die Ex-“Germany’s next Topmodel”-Kandidatin Betty Taube reist mit einem Pro7-Team nach Taiwan, um irgendwas über Taiwan zu drehen. Hier ist die Zusammenfassung vom fünften und letzten Teil:

Als erstes trifft Betty heute ihren Führer Guide Paul im Stadtteil Shilin, denn es geht auf einen der weltberühmten (?) Nachtmärkte von Taipeh.

Betty mag es, wenn es draußen dunkel ist und findet die Kombination von Markt und Dunkel…heit einfach super.

Betty nascht Katzenohren, kauft aber keine, denn Betty verrät uns, dass sie auf französische Bulldoggen steht und sie findet in einem kleinen Laden ein französisches Bulldoggen-Portemonnaie, dass 250 NT kosten soll. Betty möchte aber voll dreist auf 240 NT (!) herunterhandeln, was die Verkäuferin natürlich in professioneller Ferengi Taiwan Verkäufernatur ablehnen muss und Betty das Portemonnaie dann eben doch für 250 NT kauft.

Sie geht dann weiter Essen schnorren und landet beim Bogenschießen auf Luftballons, was gar nicht so einfach ist.

Betty erklärt uns, dass dieser Markt hier eine Mischung aus Shoppen und Jahrmarkt sei und sie den Nachtmarkt jetzt schon liebt.

Eine besonderes Erlebnis sind jedoch die exotischen, aber nicht immer ganz appetitlich aussehenden Spezialitäten, wirft der Sprecher ein.

Betty steht vor einem Kasten mit Rousong (肉鬆) und glaubt, da leben Insekten drin. Sie fragt die Verkäuferin, was das sei, und sie antwortet “Floss” und Betty fragt was “Floss” sei, weil in dem Fall nicht mal Leo weiß, was “Floss” ist und anhand eines glücklicherweise auf der Theke liegenden Flyers finden wir in Zeichensprache heraus, dass es sich hier um Schweinefleisch handelt.

Betty probiert zögerlich und befindet anschließend, dass es eigentlich nur salzig schmeckt, aber sonst irgendwie nach gar nichts.

Nach diesen skurrilen Erlebnis muss sie zur Beruhigung erstmal shoppen gehen, aber unterwegs stoßen sie und Paul gleich wieder auf eine seltsame Spezialität:

Bubble Tea mit Froscheiern! Und Betty so “ne das ist ja voll eklig und geht ja mal überhaupt nicht” und Paul klärt dann leider viel zu schnell auf, dass die Tapiokaperlen auch Froscheier genannt werden (habe ich noch nie gehört, obwohl es auf dem Verkaufsschild wirklich steht = Touristenverarsche?)

Ansonsten gibt es aber kaum etwas, das in Taiwan nicht im Topf, in der Pfanne oder auf dem Grill landet, sagt der Sprecher. Außer Hunde und Katzen natürlich, weil die essen ja nur die Koreaner, wie wir bereits in Folge 1 gelernt haben!

Betty labert wieder irgendwelche Leute von der Seite an und fragt, ob sie Schnecken essen, weil sie tatsächlich Schnecken essen und Betty fragt, ob sie gut schmecken und der Befragte sagt, dass sie gut schmecken.

Und obwohl man Schnecken auch in Europa isst, gruselt sich Betty davor, lässt sich aber dennoch erklären, wie man Schnecken so isst.

Der Nachtmarkt ist nicht nur eine Attraktion für Touristen, so der Sprecher, denn auch viele Taiwaner lassen hier den Abend ausklingen.

Betty freundet sich mit einer Gruppe von tüchtig trinkenden Taiwanern mittleren Alters an und fragt sie, was sie trinken.

Bier! Und sie fragen Betty, ob sie mittrinken will und Betty sagt aber, dass sie nicht so viel Alkohol trinken sollten, worüber die Gruppe aber nur höhnisch lacht und Betty daraufhin meint, dass dies der beste Beweis sei, dass Asiaten (so schlappe 4 Milliarden Menschen!) keinen Alkohol vertragen, aber sie hätten ja Spaß, hm hm.

In der nächsten Garküche entdeckt Betty dann endlich (!) eine normale (!) Bratwurst, doch dann findet sie “chicken butt”, wie ihr Paul erklärt, was Betty aber eklig findet und sich bei der etwas angestrengt wirkenden Live-Übersetzung von “Huhnpo” den selbigen fast abkichert.

Da kauft sie sich lieber ein Kükenkissen als einen Huhnpo!

Hihi, haha, Leute ich guck das hier nur noch für euch!

Vom Shoppen kann Betty gar nicht genug kriegen und im “In-Viertel” Ximending trifft sie die Deutschstudenten Lena und Lasse.

Sie suchen einen Trend und gehen in einen Laden mit dem aktuellen Street Style.

Bauchfrei soll ziemlich beliebt sein (hä?) und Betty will auch was Bauchfreies kaufen.

Sie probiert irgendwas rosa Bauchfreies mit kurzen Jeans Shorts an, woraufhin Lena ein “Secksi” entrutscht, aber Betty kann sich mit dem Trend irgendwie nicht anfreunden und weiß nicht, ob sie so auf die Straße gehen würde. Die allermeisten Taiwanerinnen übrigens auch nicht. Ein Foto macht Betty aber trotzdem.

Um sich für das anstehende Clubbing zu stylen, zieht sich Betty dann doch lieber im Hotel um und gelangt dann keine Ahnung wie nach Xinyi, wo sie abermals auf Lasse und Lena trifft, die sie entweder so doll liebt hat, dass sie sich nochmals ganz herzlich begrüßen, oder diese Folge an zwei verschiedenen Abenden gedreht wurde, vielleicht ja um mittwochs die Ladys Night auszunutzen, um noch mal etwas Kohle zu sparen.

Betty hat voll Bock Party zu machen und geht mit den beiden ins Myst, einen der heißesten Clubs der Stadt, wie uns der Sprecher versichert. Lasse geht voll steil und Betty sagt ihm, dass er ein kleiner Partylöwe sei.

Betty möchte etwas trinken und bestellt einen Mojito. Sie findet auch, dass der Club viel besser aussieht als die Clubs in Deutschland und sie glaubt, dass sie heute noch ziemlich viel Spaß haben werden.

Bisher hat Betty die Taiwaner ja eher zurückhaltend erlebt, so der Sprecher, aber davon ist hier nichts zu merken…..im GEGENTEIL, denn auf der Bühne und Tanzfläche geht es heiß zur Sache. Naja, eher so mittellau….

Betty fragt Lasse, wie es hier eigentlich so mit dem Flööörten ist und Lasse so Höööööö?! Weil die Mädchen hier in der Disko haben alle ja schon ziemlich kurze Sachen an, was Lasse jetzt erst zu bemerken scheint, weil als Einheimischer fällt einem das ab einer gewissen Zeit gar nicht mehr so richtig auf.

Betty will jetzt tanzen und fragt, welcher Tanzstil in Taiwan so angesagt ist und Lasse macht irgend so eine Bewegung vor, die jetzt so nach einem Schritt vor und einem Schritt zurück und so ein bisschen nach links und ein bisschen nach rechts aussieht, also eigentlich stinknormales Diskotanzen aber Lena meint, dass das typisch Taiwanesisch sei.

Betty rockt dann auch so ca. 2,6 Sekunden den Dancefloor, aber dort wird es ziemlich schnell immer voller, ich sag ja Ladys Night. Zum Glück gibt es ja auch noch eine Dachterrasse auf die sie sich mit lauten Geräuschen begeben und TAIWAN, TAIWAN, ich liebe Taiwan rufen und Betty möchte den Club Myst am liebsten mit nach Deutschland nehmen, was glaube ich aber wegen der 200 Euro Wodkaflaschen ein Problem mit dem Zoll geben könnte.

Der Blick über die hell beleuchtete Millionenmetropole Taipeh ist gigantisch (wir sehen eigentlich nur ein paar Straßenlampen) und soll ein perfekter Abschluss für Bettys Taiwantrip sein.

Betty meint, dass die Taiwaner schon richtig ordentlich feiern können und das Nachtleben auf jeden Fall einen Daumen nach oben wert sei. Da mach ich doch auch mal meinen Daumen nach oben!

Morgen geht es für Betty wieder zurück nach Deutschland, aber ihre Zeit in Taiwan wird sie mit Sicherheit nicht so schnell vergessen, verabschiedet sich der Sprecher.

Fazit:

Shilin Night Market, Ximending und Club Myst. Irgendwie scheint den Machern in der letzten Folge die Puste ausgegangen zu sein, denn mal ehrlich, wo der Nachtmarkt noch eine Besonderheit ist, sind eine Fußgängerzone und ein Nachtclub doch ziemlich einfallslos. Sicher, gehört zum touristischen Erlebnis auch dazu, aber wenn sie schon nicht mehr so richtig aus Taipeh rausfahren wollten, dann wäre irgendwas in der Art von Danshui oder Wulai nochmal ein schöner Abschluss gewesen und nicht das Dach einer Shopping Mall.

Fragen:

Wer ist eigentlich Paul?

Liegt es nur an mir, oder warum finde ich, dass der taffe Versuch Betty als la mei (辣妹) zu verkaufen in Taiwan irgendwie nicht funktioniert? Eigentlich ist das gar keine richtige Frage, ich will nur, dass Google la mei (辣妹) mit meinem Blog in Verbindung bringt! ;)

Und die allerallerletzte Frage:

Wird es irgendwann eine Fortsetzung geben, in der man die 1912 anderen interessanten Orte Taiwans kennenlernt?

Betty goes Taiwan (Teil 4) – Recap

http://www.prosieben.de/tv/taff/video/201514-betty-goes-taiwan-teil-4-clip

(außerhalb Deutschlands nur mit VPN abrufbar)

Die Ex-“Germany’s next Topmodel”-Kandidatin Betty Taube reist mit einem Pro7-Team nach Taiwan, um irgendwas über Taiwan zu drehen. Hier ist die Zusammenfassung vom vierten Teil:

“Ist Taiwan ein eigenes Land oder gehört es zu China?” fragt der Sprecher so zur Einführung der heutigen Folge.

Ihr glaubt ja gar nicht, was für einen Schreck man bekommt, wenn man sich geistig auf taff bei Pro7 einstellt, aber im ersten Satz Mit offenen Karten auf Arte serviert wird!

Also ehrlich, da hat er mich jetzt eiskalt erwischt. Macht aber zum Glück nichts, denn zur weiteren Erläuterung dieses Themas bleibt keine Zeit. Paul zeigt Betty heute nämlich etwas typisch Taiwanisches: heiße Quellen, uns allen allgemein bekannt als Hot Spring.

Und ich staune schon wieder, denn ich war überhaupt nur ein einziges Mal in Beitou, genauer gesagt Xinbeitou, und auch dann nur im öffentlichen und günstigsten Hot Spring, das es dort gibt, 40 NT für 2,5 Stunden, und wo landen Paul und Betty? Tada! Pro7 scheint der Trip jetzt vielleicht doch etwas teuer zu werden (…oder hat woanders einfach keine Drehgenehmigung bekommen).

Betty hat sich das mit dem Hot Spring übrigens ungefähr so vorgestellt, eigentlich noch ein wenig größer, aber das passe schon so mit den Menschen, also dass es so viele Menschen in einem Pool sind, weil es wirklich echt viele sind.

Kleiner Tipp: Wer zeitlich flexibel ist, kann Mittwoch nachmittags manche Becken fast alleine nutzen.

Paul und Betty kommen aus der Umkleidekabine (getrennt, nicht zusammen!) und Betty lüftet ihr Badehandtuch und fragt Paul, wie er ihren Bikini findet und ob er nicht zu freizügig sei.

Nö, denn Paul findet Bettys Bikini very good!

Aber war Paul etwa nur höflich? Denn das deutsche Model mit dem Kamerateam um sich herum erregt seltsamerweise auch hier viel Aufmerksamkeit. Eine nette A-ma begrüßt Betty mit “Welcome to Beitou, Spring Hot. I am Betty, B-E-T-T-Y” und Betty findet die Oma so cool, weil sie tätowierte Augenbrauen hat.

Betty wird erklärt, dass sie erst die Wassertemparatur prüfen muss, um herauszufinden, ob sie sich daran gewöhnen kann, denn das Wasser ist bis zu 70 Grad heiß! Aber die unteren Becken sind etwas weiter von der heißen Quelle entfernt und haben nur 38 Grad (…oder werden einfach nur mit kaltem Wasser gemischt).

So wie Sauna soll auch heißes Baden gesund sein, erklärt der Sprecher. Nur ist im Hot Sprung niemand nackt, ganz im Gegenteil sogar …. woraufhin die Einschaltquote von taff und was weiß ich noch wohl einen großen Hänger macht!

Betty doziert, dass es einen großen Unterschied zwischen Badeanzügen in Deutschland und hier in Taiwan gibt. Die Frauen nämlich, die versuchen nämlich fast alles zu verdecken, die tragen fast Kleider, damit man nichts sieht.

Ach Betty wenn du wüsstest…

Betty fragt Paul, warum die Leute Handtücher auf dem Kopf tragen und Paul antwortet, um den Kopf nass zu halten, damit sie nicht so schnell vertrocknen. Betty versteht das, denn sie fühlt sich auch schon ziemlich vertrocknet, so als ob sie bald ohnmächtig würde.

Betty fühlt sich total komisch und sie meint, dass das heißen Baden ihrem Kreislauf nicht so toll bekommen hat (Tipp: schon vorher viel trinken!) und die paar Minuten, die sie jetzt im Becken war, haben wohl auch gereicht und ihre Haut kratzt jetzt überall und sie glaubt, sie verträgt das Wasser nicht oder dass alle Menschen ins Becken pullern, also eins von beiden auf jeden Fall!

Ein Hot Spring Profi erklärt Betty allerdings, dass das für eine Anfängerin ganz normal sei, denn das Wasser sei Säure … äh nein es enthalte Säure (ich vermute es geht hier einfach um Schwefel, der das Wasser leicht sauer macht) und wenn die Haut juckt, dann solle man sich nicht kratzen sondern einfach mit kaltem Wasser abwaschen. Sie steht übrigens genau vor dem Becken mit dem kalten Wasser, so weit ich mich erinnern kann, und natürlich verbringt man nicht die ganze Zeit in nur einem Becken, sondern hüpft mal hier und mal da rein, was im kalten Becken natürlich etwas der Überwindung bedarf, aber mal ehrlich, eigentlich geht es hier doch gar nicht um Hot Spring, sondern um Bettys Bikini!

Denn Betty wundert sich, dass alle Menschen sie anstarren und sie sagt zu Paul, sie fühle sich wie ein Alien (was mir jetzt völlig unverständlich ist, obwohl ich dafür sogar zertifiziert bin!)

Paul kratzt sich daraufhin vielsagend am Hals und sagt, dass das mit dem Anstarren wahrscheinlich daran liege, was Betty trägt und Betty ist jetzt ganz geschockt und bedeckt sich und möchte dann doch bitte nach Hause fahren.

Vorher erzählt Betty aber noch, dass das mit Wellness und Entspannen nicht ganz so geklappt hat, weil das alles so heiß war und überall gejuckt hat und einfach viel zu viele Menschen da waren. Zum Glück für alle anderen sind es jetzt wieder ein paar weniger…

Um ihren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, muss Betty erstmal was essen.

Denn mitten in Taipeh gibt es seit 15 Jahren ein (!) deutsches Restaurant, wo es alles wie Brezeln, Brötchen oder Bulette gibt und Betty bekommt schon beim Ansehen so richtig Hunger.

Von der linken Seite kommt dann von seiner Startposition hinter dem Tresen rein zufällig unser aller Michael Wendel ins Bild und erinnert mich bei der Begrüßung von Betty ein wenig an den unvergessenen Dirk Bach mit Sonja Zietlow damals im Dschungelcamp.

Es gibt Flammkuchen, den Betty rein zufällig voll gerne mag, weil sie den immer bei sich auf dem Weihnachtsmarkt isst und so. Denn nach den vielen asiatischen Spezialitäten (nämlich genau einer) hat Betty kulinarisches Heimweh.

Es folgt ein wenig Werbung für Michael, was er sich für die Bratwurst mit Sauerkraut und das Schnitzel auch verdient hat.

Aber warum stehen die Taiwaner eigentlich auf deutsches Essen, fragt der Sprecher.

Betty setzt sich bei irgendwelchen Taiwanern ungefragt an den Tisch und fragt, ob sie deutsches Essen mögen und ihr wird geantwortet, dass sie deutsches Essen mögen und Betty findet das gut und das macht sie auch ein bißchen stolz.

Betty quatscht noch andere Taiwaner von der Seite an und fragt sie, warum sie deutsches Essen mögen und ihr wird geantwortet, weil es anders sei als taiwanisches Essen, westliche Küche eben. Und deutsches Bier sei auch sehr gut.

Und Betty ist nach dem Essen jetzt richtig satt und fühlt sich wie eine Kugel und muss jetzt fast schon den Bauch einziehen, was sich Michael als Vorlage für einen charmanten Joke natürlich nicht entgehen lässt.

Danach geht es nach Pingxi, wo Paul Betty etwas über die “Wunschstöcke” erzählt.

Ein magisches Ritual oder einfach nur Aberglaube, fragt der Sprecher.

Betty erklärt, dass jeder der Sternschnuppen sehe sich ja auch etwas wünsche und sie es jetzt einfach mal auf diesem Weg versuche.

Sie nummeriert ihre Wünsche auf dem Bambusstück fein säuberlich, typisch deutsch eben, von 1 bis 5, wobei die ersten Punkte so von Liebe, Glück und so weiter so fort handeln, aber der fünfte leider was Materielles ist, nämlich einen Camaro, und wer nicht weiß, was ein Camero ist, das ist ein Auto und das findet Betty toll.

Jetzt muss sie ihren Bambusstock allerdings noch aufhängen, was sie anders als mit der Hühnchenleber und dem Angelhaken von alleine hinbekommt.

Danach wird noch eine Himmelslaterne mit Wünschen versehen und Betty sagt, dass sie das den ganzen Tag machen könnte, weil aus dem Grund, weil sie dann mal darüber nachdenken könnte, was sie im Leben so alles erreichen möchte und sie sich für ihr Leben wünscht und sie meint, dass man da ja eigentlich nicht so jeden Tag drüber nachdenkt.

Und worüber denkt Betty so nach?

Betty sagt: “In Asien sind ja die Leute so ein bißchen verrückt, ne. Da mach ich jetzt einfach mal mit.”

Und schreibt als Wunsch “Ein Einhorn” auf die Himmelslaterne, weil sie Einhörner so gerne hat.

Danach lässt sie die Laterne mit Paul steigen und hofft, dass all ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Auch der mit dem Einhorn, fragt Paul skeptisch. Denn für Taiwaner müssen solche Fabelwesen aus Mythen und Legenden wirklich total unrealistisch sein!

Morgen geht es dann zum Fotoshooting, auf den Nachtmarkt Shilin und mit den Deutschstudenten Lasse und Lena ins Mist, ne Myst, also Müsst.

Müsst ihr alle sehen!

Fazit:

Wir haben heute etwas wichtiges gelernt: Zu heißes Baden kann sehr ungesund sein! Und auch sonst war die heutige Folge pädagogisch ziemlich wertvoll. Etwas enttäuscht bin ich jetzt bereits feststellen zu müssen, dass außer im Freizeitpark in Taichung alles andere im Raum Taipeh gedreht wurde, dabei hatte ich taff in Folge 2 noch für ihren Versuch der Diversität gelobt.

Fragen:

Wie viele deutsche Restaurants gibt es jetzt eigentlich in Taipeh?

Wird Paul in der letzten Folge Betty zum Abschied ein weißes Einhorn in einem rosa Camaro schenken?

Und wird Betty im Club Myst an ihre GNTM-Vergangenheit erinnert und in einem Anflug von Catwalk-Fieber ein, wie sagt man das bei taff, sexy posing in der heißesten location der city, hinlegen?

Betty goes Taiwan (Teil 3) – Recap

http://www.prosieben.de/tv/taff/video/201513-betty-goes-taiwan-teil-3-clip

(außerhalb Deutschlands nur mit VPN abrufbar)

Die Ex-“Germany’s next Topmodel”-Kandidatin Betty Taube reist mit einem Pro7-Team nach Taiwan, um irgendwas über Taiwan zu drehen. Hier ist die Zusammenfassung vom dritten Teil:

Lasse und Lena, die beiden taiwanischen Deutschstudenten treffen sich mit Betty, um ins “Modern Toilet” Restaurant zu gehen. Lasse spricht übrigens hammergeil gut Deutsch!!!

Was man im Modern Toilet wohl zu essen bekommt, fragt der Sprecher. Lena findet es übrigens gar nicht abschreckend, sondern richtig gemütlich …. aber trotzdem ein wenig eklig, meint der Sprecher.

Betty bestellt sich als Nachwuchsmodel nicht einfach das, was sie essen wollen werden würde, sondern bestellt einfach ganz viel, damit sie ganz viel Essen kriegt, damit sie auch was zu sehen bekommt. Zahlt ja schließlich auch Pro7.

Lena erklärt den Deutschstudenten, dass eine Urinflasche in Deutschland Ente genannt wird. Wir erfahren auch, dass das Essen in Deutschland in der Regel viel salziger als in Taiwan ist.

Betty stellt fest, dass “ihr in Taiwan echt verrückt seid, echt verrückt”.

Nach dem Essen trifft Betty ihren Führer Guide und Übersetzer Paul wieder und schon gleich wartet die nächste verrückte Begegnung. Sie treffen wieder mal rein zufällig auf einen Immobilenmakler mit Pappschild im dunklen Anzug und einer abgrundtief hässlichen Krawatte, der seine Dienste beim Kauf eines Hauses einer Wohnung anbietet.

“Typisch Asien, würd ich mal sagen”, sagt Betty. Die Leute seien halt anders als in Europa (echt jetzt?), aber eigentlich sei es an sich keine schlechte Idee, sondern richtig clever.

“This is Taiwanese style” fügt Paul hinzu, hinterlegt von der Melodie von Gangnam Style.

Doch eigentlich wollte Paul der 20-jährigen Betty was ganz anderes zeigen, nämlich heilige Scheiße, wie lange hab ich drauf warten müssen, Taipehs längsten und aufrechtesten in der Höhe stehenden …. Wolkenkratzer, der unter keinen Umständen von ausländischen Investoren gekauft werden darf!

Paul steht also mit Betty vor dem Taipei 101 und fragt, ob sie weiß, was dieses Gebäude ist und Betty so: “Nö, keine Ahnung”.

Paul sagt, dass es momentan das vierthöchste Gebäude der Welt sei, was sich irgendwie gut trifft, denn Betty war ja auch die vierterste bei GNTM und bis vor zwei Tagen hatte ich auch keine Ahnung, wer Betty Taube ist.

Wir fahren dann mit dem schnellsten Aufzug der Welt nach oben. Vor 10 Jahren hätte ich am Wochenende im 89. Stock gestanden und wäre von meinen Kollegen zur Begrüßung nach vorne geschoben worden, weil das ja Ausländer sind. Vor 10 Jahren war Betty aber gerade erst 10 und ich bemerke gerade, dass Taipei 101 bereits vor 10 Jahren offiziell eröffnet wurde. Wie doch die Zeit verfliegt!

Es geht dann nochmal die zwei Stockwerke hoch und raus auf das Observation Deck und wir sehen das, was bereits alle gesehen haben, die dort standen.

Betty findet die Aussicht schön und fragt, warum Taipei 101 so heißt, wie es heißt.

Weil es 101 Etagen gibt, erklärt Paul.

Betty fragt, auf welcher Etage sie sich befinden und Paul antwortet, dass sie sich in der 91. Etage befinden und Betty sagt dazu, dass das sehr hoch sei.

Danach machen Betty und Paul Fotos in einem Fotoautomaten mit einem Greenscreen, den es vor 10 Jahren noch nicht gab und Paul macht voll die Faxen und Betty sagt zu ihm, dass er ein Witzbold sei, was er nicht versteht, weil er ja im Gegensatz zu den Deutschstudenten kein Deutsch spricht.

Betty sagt, dass der Taipei 101 DIE Sehenswürdigkeit in Taipeh sei, die man gesehen haben muss und macht mit Paul ein Foto.

Am nächsten Tag muss das Skurrilitäten-Konto wieder aufgestockt werden. Paul fährt mit Betty nach Shilin zum Garnelen angeln in einer 24 Stunden geöffneten Angelhalle.

Betty kann sich nicht vorstellen, irgendwann nachts aufzuwachen und auf den Gedanken zu kommen, Garnelen angeln zu gehen. Sie angelt übrigens an diesem Tag zum ersten Mal in ihrem Leben Garnelen und da sie die totale Anfängerin sei, hofft sie, zumindest eine Garnele zu fangen, dann wäre sie glücklich.

Betty ist allerdings zu blöd ungeschickt den Köder aus Hühnchenleber am Haken zu befestigen, was aber Paul netterweise für sie übernimmt. Paul sei ihr Mann für alles, sagt Betty.

Garnelen zu angeln kann schon mal das ein oder andere Stündchen dauern, sagt der Sprecher, aber oh Wunder! Betty hat Anfängerglück und angelt in der nächsten Einstellung bereits ihre erste Garnele.

Kleine Anmerkung: Wenn innerhalb von ein paar Minuten nichts beißt, sind die Garnelen im Becken vollgefressen und haben einfach keinen Bock, da nützt dir auch die geilste Hühnchenleber nichts. Aber keine Sorge, bei mir war es so, dass in regelmäßigen Abständen einfach neue, ausgehungerte Garnelen ins Becken geschmissen wurden, damit man auch was für sein Geld bekommt.

Betty wirft ihre geangelte Garnele aber gleich wieder ins Becken und kann eigentlich gar nicht verstehen, warum Menschen überhaupt angeln gehen. Ihr Freund geht auch angeln und er meint, dass es irgendwie beruhigend sei und eigentlich ist es ja auch schön, wenn die Leute, wenn sie Zeit und Lust haben Garnelen zu angeln, dann zum Garnelen angeln gehen können.

Am Becken sitzen auch ein paar semiprofessionelle Garnelenangler, die allerdings nichts fangen, wohingegen Betty bereits ihre zweite Garnele aus dem Wasser zieht. Die aufgespießten Garnelen essen kann Betty dann allerdings nicht.

In der nächsten Folge werden wir Betty dann im Bikini sehen, beim Wendel Michael deutsches Essen essen und nach Pingxi fahren.

Fazit:

Läuft. Taipei 101 ausreichend gehuldigt und den Zuschauern vermittelt, was für crazy ass Witzbolde Taiwaner doch sind. Taipeh und taff scheinen sehr gut miteinander zu funktionieren.

Fragen:

Werden wir in den verbleibenden zwei Folgen nach etwas aus dem Süden Taiwans erleben?

Wird man Betty original taiwanischen Stinketofu zum Probieren anbieten?

Wird Betty etwas mit Paul anfangen, während ihr Freund zu Hause beim Angeln ist?

Betty goes Taiwan (Teil 2) – Recap

http://www.prosieben.de/tv/taff/video/201512-betty-goes-taiwan-teil-2-clip

(außerhalb Deutschlands nur mit VPN abrufbar)

Die Ex-“Germany’s next Topmodel”-Kandidatin Betty Taube reist mit einem Pro7-Team nach Taiwan, um irgendwas über Taiwan zu drehen. Hier ist die Zusammenfassung vom zweiten Teil:

Heute geht es ins Lihpao Land, einem Freizeitpark in Taichung (womit meine Befürchtung widerlegt ist, dass nur in Taipeh gedreht wird).

Dort kann man Achterbahn fahren und Wildwasser Rafting machen, wobei aber Bettys Hose und Schuhe komplett nass werden. Aber kein Problem, denn es gibt nebenan einen Ganzkörperfön, der allerdings nicht Bettys Po trocknen kann, weil sie mit 1,76m etwas größer als der durchschnittliche Asiate ist.

Danach geht es zur Achterbahn (vertikal nach unten fahrendes Ding und danach Riesenlooping), worin Betty ganz viel Spaß hat und den Freizeitpark danach ganz toll findet.

Zurück in Taipeh: Im Stadtzentrum (welches Stadtzentrum?) trifft sie sich mit zwei taiwanischen Deutschstudenten, die Betty das taiwanische Leben zeigen möchten, wie es Touristen nur selten zu sehen bekommen und ich bin darauf gespannt wie ein Flitzebogen!

Sie gehen zu einer typisch taiwanischen Familie, bei der sich Betty an der voll vergitterten Haustür beinahe den Kopf stößt, denn Taiwaner sind im Schnitt 10 cm kleiner.

Auffällig: Zur Begrüßung gibt Betty jedem Taiwaner die Hand, irgendwie voll unangepasst.

Sie macht eine kleine Wohnungsbesichtigung und lässt wenig Zweifel aufkommen, dass die typisch taiwanische Wohnung mit ihren begrenzten Platzverhältnissen nicht so ganz ihrem Standard entspricht.

Danach hilft sie der Familie bei der Zubereitung von Teigtaschen und Betty kichert sich einen ab, weil man dafür den Mittelfinger zum Befeuchten des Teigs verwendet, weil er der längste ist.

Während die Teigtaschen am Kochen sind, trinkt sie mit dem Großvater der Familie Tee. Betty findet den Großvater süß. In einem trilingualen Trialog lädt der Großvater Betty für einen nächsten Besuch nach Taiwan wieder zu sich ein.

Das Essen ist fertig und Betty sagt so zur Familie “Piep, piep, piep, guten Appetit” und die Familie macht es dann nach.

Betty sagt, dass Teigtaschen das erste Essen in Taiwan ist, dass sie wirklich liebt und fühlt sich an diesem Tag so richtig willkommen in Taiwan, denn eigentlich dachte sie, dass so eine typisch taiwanische Familie ein bißchen spießig ist, was sie aber überhaupt gar nicht sind.

Ach ja, besonders interessant hat sie auch den kleinen Hausaltar der Familie gefunden und macht sich daher später am Abend noch mit ihrem Führer Guide und Übersetzer Paul (warum nicht mit den Deutschstudenten?) zu einem Tempel auf.

Dort wird ihr etwas über die zahlreichen Gottheiten des Taoismus erklärt, welche Betty ein bißchen anders als in Deutschland findet.

In der nächsten Folge geht es dann ins Modern Toilet und zum Garnelen fischen im Hallenbad!

Fazit:

Wer für eine Woche nach Taiwan kommt und einen halben Tag in einem Freizeitpark mit Wildwasser Rafting und Achterbahn verbringt, macht meiner Meinung nach etwas verkehrt, aber gut, muss ja Action geben. Den Besuch einer typisch taiwanischen Familie kann ich eigentlich gar nicht richtig beurteilen, weil das, was hier als interessant und andersartig dargestellt wird, ziemlich genau meinem Alltag entspricht. Ich weiß daher nicht, ob das für Außenstehende auch wirklich so interessant ist, aber ich vermute mal ja. Ansonsten muss ich sagen, dass der Inhalt gemessen am Standard eines Boulevardmagazins erstaunlich fehlerfrei ist. Sozusagen FAFF: flach aber fehlerfrei.

Fragen:

Wem gibt Betty als nächstes die Hand?

Wenn Teigtaschen das erste Gericht in Taiwan ist, dass Betty so richtig mag, was hat sie dann vorher so gegessen?

Wann sehen wir Taipei 101?

Betty goes Taiwan (Teil 1) – Recap

http://www.prosieben.de/tv/taff/video/201511-betty-goes-taiwan-teil-1-clip

(außerhalb Deutschlands nur mit VPN abrufbar)

Die Ex-“Germany’s next Topmodel”-Kandidatin Betty Taube reist mit einem Pro7-Team nach Taiwan, um irgendwas über Taiwan zu drehen. Hier ist die Zusammenfassung vom ersten Teil:

Der Sprecher informiert uns: “Mit gerade 20 hat Betty noch nicht viel von der Welt gesehen, aber sie liebt es fremde Länder zu entdecken.”

Von Frankfurt geht es über Dubai nach Taiwan, wo Betty dann nach 12 Stunden auch endlich ankommt und froh ist, dass das Abenteuer jetzt anfängt.

Der Sprecher gibt eine kurze Erklärung über die Lage und Einwohnerzahl von Taipeh und das Gebiet, das früher mal als  Landkreis Taipeh bezeichnet wurde.

In Taipeh selbst trifft Betty dann rein zufällig eine Gruppe von Schülerinnen, die rein zufällig direkt auf sie zugehen und rein zufällig in bestem Englisch fragen: “Hello, may we take a picture with you?”

Sprecher: “Herzlicher könnte der Empfang kaum sein”.

Eine Schülerin fragt: “Can you speak Chinese?”

Betty antwortet: I can say “che che” (so lautet die Umschrift und auch die Aussprache).

Betty kann also “Auto, Auto” sagen. Und “nihao”, das scheint einfacher zu sein.

Wir erfahren anschließend, dass die Schülerinnen von 7 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags Unterricht haben und in Taiwan keine Hunde und Katzen gegessen werden. Das machen nämlich die Koreaner! Okay…

Danach fährt Betty mit der U-Bahn und schafft es sogar beinahe ohne fremde Hilfe, sich einen Token am Ticketautomaten zu besorgen, obwohl es gar nicht so einfach aussieht.

In der U-Bahn wird dann von Gesichtsmasken tragenden Menschen berichtet und gesagt, dass das in Asien aus Schutz vor Infektionen so üblich ist und es sowas in Deutschland nicht gibt. Ein Hinweis auf SARS hätte an dieser Stelle übrigens nicht geschadet.

Nachdem Betty an der Taipei Main Station angekommen ist, findet sie zwei tanzende Mädels (nur zwei?) und tanzt mit. Betty wundert sich, dass es Asiaten nix ausmacht am Hauptbahnhof zu tanzen, aber dann total schüchtern sind, wenn sie eine Ausländerin mit einem Kamerateam im Schlepptau auf Englisch darauf anspricht. Schon komisch.

Irgendwann findet Betty dann ihren Übersetzer Paul, der nicht nur übersetzt, sondern sich auch ein paar “typische taiwanische Aktionen” für sie überlegt hat.

In der Taipei City Mall geht es auch gleich zur Messer-Massage! Habe ich ehrlich gesagt noch nie gesehen, aber ich bin auch nicht so der Massagetyp.

Betty fühlt sich dabei wie ein Stück Fleisch, das gerade durchgeklopft wird. Als Ex-Kandidatin von Germany’s next Topmodel wahrscheinlich keine neue Erfahrung ;)

Am nächsten Tag geht es nach Maokong zum Tee trinken. Betty findet die Hello Kitty Gondeln der Gondelbahn süß.

Mit ihrem Übersetzer kocht sie dann in romantischer Lage Tee und hat Spaß dabei.

Das war es dann auch schon mit dem ersten Teil, die Vorschau auf den zweiten Teil verspricht uns dann noch Action im Lihpao Land und dass Betty den Taiwanern deutsche Tischmanieren beibringt.

Fazit:

Es ist schön im deutschen Fernsehen einen Bericht über Taiwan abseits von Politik und Wirtschaft zu sehen. Den Anfang fand ich allerdings recht gekünstelt. Der Sprecher gefällt mir mit seinen allgemeinen Informationen über Taiwan dafür ziemlich gut. Betty geht mir manchmal ein wenig auf die Nerven, insgesamt liegt es aber noch im grünen Bereich. Frag mich allerdings bereits wie viele Folgen es insgesamt gibt.

Fragen:

Wie viele Folgen gibt es insgesamt?

Warum war es dem Fernsehteam nicht möglich, eine/n Übersetzer/in mit Deutschkenntnissen zu finden? Ich könnte auf Anhieb ein halbes Dutzend Taiwaner/innen nennen, die hevorragend für diesen Job geeignet gewesen wären.

Wann sehen wir Taipei 101?

So funktioniert Propaganda

Bevor wir uns gleich in die Feiertage für das chinesische Neujahrsfest begeben, dabei entweder im Stau stehen, in überfüllten Zügen sitzen oder verzweifelt nach noch nicht leeren Geldautomaten suchen, hier noch ein Gedanke über einen Artikel der Amerikanischen Handelskammer Taipeh (AmCham Taipei) auf Focus Taiwan.

Deren Mitglieder haben laut Artikel nämlich bewertet, was das Leben in Taiwan eigentlich so toll macht. In der Reihenfolge von 1-9:

Meine Familie fühlt sich in Taiwan sicher

Taiwan ist ein einfaches Land zum Leben

Taiwaner sind extrem freundlich

Taiwan bietet eine hochwertige medizinische und zahnmedizinische Versorgung

Taiwan bietet viele alternative Transportmöglichkeiten zum Auto (d.h. Busse, Fahrradwege, Taxis, Züge, Bürgersteige)

Taiwan bietet eine zuverlässige Stromversorgung

Taiwan bietet genügend Einkaufsmöglichkeiten

Taiwan bietet eine exzellente Mobilfunkabdeckung

Taiwan bietet exzellente Postdienstleistungen

Okay. Ich könnte jetzt jeden einzelnen Punkt hernehmen, relativieren, Gegenbeispiele anbringen und das ganze Gedöns. Mach ich aber nicht. Denn im Prinzip haben sie ja Recht. Was mich an dieser Befragung stört, ist etwas ganz anderes.

Wikipedia erzählt mir, dass Taiwan gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraftparität (und nee, ich nehm ich die Zahl jetzt nicht, weil Taiwan da am besten abschneidet) im Jahr 2013 weltweit auf Platz 16 steht. Rein zufällig nur einen Platz hinter Deutschland (15). Aber besser als UK (21), Japan (22) und Frankreich (23). Und auch in anderen Statistiken kann Taiwan das ein oder andere EU-Land in die Tasche stecken.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht und welche Erwartungen ihr an Taiwan habt, aber viele Punkte dieser Aufzählung halte ich für ein so hoch entwickeltes Land wie Taiwan für selbstverständlich. Und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass AmCham unter ihren Mitgliedern eine so oberflächliche Umfrage durchführt.

Ich bin also mal so dreist und versuche diese Meldung zu recherchieren. Zum Glück dauert das keine 30 Sekunden, denn auf der AmCham Homepage lacht mich mittig sofort die “Business Climate Survey 2015″ an, die auch zum Download zur Verfügung steht. Dort erhalte ich dann ein 16 Seiten PDF mit umfangreichen Grafiken und Ergebnissen zu Fragen wie:

Wie würden Sie den finanziellen Erfolg Ihres Betriebs in Taiwan in 2014 bewerten?

Wie würden Sie die geschäftlichen Aussichten für Taiwan in den nächsten 5 Jahren bewerten?

Was sind die größten Risiken für Ihre Unternehmung in den nächsten Jahren?

Und beim Lesen all der interessanten und tiefgehenden Fragen vergesse ich fast, nach was ich eigentlich suche. Auf der allerletzten Seite, quasi als Rausschmeißer werde ich dann doch noch fündig. Aber halt. Neben den 9 positiven Seiten des Lebens in Taiwan finde ich darunter auch die 10 negativen Seiten des Lebens in Taiwan (…aus Sicht von Amerikanern, siehe Punkt 2). Wieder in der Reihenfolge von 1-10:

Taiwan bietet sicheres Essen (direkt von 0 auf Platz 1!)

Taiwan bietet eine “Englisch-freundliche” Umgebung für mich und meine Familie

Bank- und andere Finanzdienstleistungen sind exzellent

Taiwan bietet Trinkwasser guter Qualität

Die in unserer Gemeinde angebotenen Bibliotheksdienstleistungen sind aktuell und entsprechen unseren Bedürfnissen

Der Standard des Bildungssystems ist exzellent

Der Wasserabfluss bei Stürmen wird gesteuert und verringert Überschwemmungen

Taiwan bietet Aktivitäten für Jugendliche

Taiwan bietet hochwertige Polizeiarbeit

Die Kanalisation in Taiwan funktioniert zuverlässig

Wir halten fest. Focus Taiwan, der englische Ableger der Central News Agency, pickt sich aus dem hintersten Winkel einer Umfrage eine Rosine heraus, lässt alles andere weg und macht daraus einen Artikel. Nicht unbedingt verwerflich, vielleicht sogar bereits Standard in Redaktionen auf der ganzen Welt, aber trotzdem bedenklich: Denn genau so funktioniert Propaganda.

Und dabei werden in diesen 10 negativen Punkten noch gar nicht mal die Zustände der Politik angesprochen. Dafür muss man nämlich Seite 9 des PDF lesen ;)