Zwischen den Zeilen…

Innenministerium: Keine Nationalflagge auf Sarg des verstorbenen Fischers

Das Innenministerium sieht keine Möglichkeit, den Sarg des am Freitag verstorbenen Fischers mit der Nationalflagge zu bedecken.

Die dazu speziell bei der False Flag Folding Force im amerikanischen Flagstaff ausgebildeten Soldaten leiden nach der anstrengenden dreijährigen Ausbildungszeit alle an chronischer Sehnenscheidenentzündung und können sich nachts noch nicht einmal mehr zudecken.

Der Fischer war in seinem Boot wegen einer fälschlicherweise abgeschossenen Rakete der taiwanischen Marine getötet worden.   Die Familie des Fischers hatte darum gebeten, den Sarg des Verstorbenen Huang Wen-chung mit der Nationalflagge zu bedecken.

Abgesehen davon, dass ich mir als Angehöriger wohl als Letztes wünschen würde, den Sarg meines vom Militär getöteten Vaters/Onkels/Bruders mit dem Symbol militärischer Beisetzungen zu versehen, so spielt meine persönliche Meinung in dem Fall keine Rolle und im Kontext, dass der Mann vom Militär getötet wurde, könnte man die Bedeckung des Sarges mit der Nationalflagge auch als Zeichen des Versuchs einer Bitte um Vergebung interpretieren. Aber…

Das Verteidigungsministerium, dass in diesem Fall zuständig ist, hatte die Familie von der Idee abbringen können.

So weit kann das Verteidigungsministerium wahrscheinlich nicht denken.

Der Abteilungsleiter für zivile Fragen im Innenministerium, Luo Rui-ching, sagte heute, dass die Richtlinien für die Verwendung der Nationalflagge auch nicht klar erfüllt seien:   „In dieser Sache ist unser Verständnis dahingehend, dass das Verteidigungsministerium uns noch nicht berichtet hat. Es ist ja so, dass die Voraussetzungen für die Verwendung der Nationalflagge auf dem Sarg nicht klar erfüllt sind. Das wäre zum Beispiel der Tod eines Soldaten auf seinem Posten, oder wenn sich der Verstorbene für das Wohl der Gesellschaft geopfert hätte. Daher denken wir, wird das Verteidigungsministerium das anders lösen.“

Es ist ja so, dass nicht jeder einfache Fischer, der mit seinem Kutter irgendwo in der Taiwanstraße kreuzt und von einer in Richtung China unter Missachtung sämtlicher Vorsichtsmaßnahmen versehentlich abgeschossenen Rakete zerfetzt wird, ein Anrecht auf die Nationalflagge auf seinem Sarg hätte. Da könnte ja echt jeder kommen!

Wäre jetzt zum Beispiel der Soldat zum Zeitpunkt des Raketenabschusses auf seinem Posten zu Tode erschreckt worden, weil solche Raketen echt laut sind, dann hätte dieser natürlich die notwendigen Voraussetzungen für die Nationalflagge auf seinem Sarg erfüllt.

Das Verteidigungsministerium wird das sicherlich anders lösen, denn die Vorschriften müssen nun einmal strikt eingehalten werden (immer Freitags 10-12 Uhr oder wenn PräsidentIn kommt!).

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