Trip nach Hong Kong

Und auch jetzt ist es schon wieder knapp einen Monat her, dass ich zusammen mit Frau Taiwanoca  (…boah, es klingt zwar immer noch etwas ungewohnt, aber ich sage es so ungefähr zehn Mal am Tag ;)) nach Hong Kong fliegen „musste“.

Nicht dass ich schon immer mal mehr von Hong Kong sehen wollte als das örtliche Flughafengebäude während eines Transfers nach Deutschland oder Taiwan, aber wem gefällt es schon von der Ausländerbehörde gesagt zu bekommen, dass man für ein neues Visum aus Taiwan ausreisen und es irgendwo anders beantragen muss, nur halt nicht genau dort, wo man schon jahrelang wohnt?

Naja,  die Diskussion darüber hat sich als ziemlich sinnlos erwiesen und irgendwie haben wir aus dieser „Dienstreise“ ja dann doch noch so was wie kleine Flitterwochen gemacht.

Der eigentliche Zweck, die Beantragung eines neuen Visums für Taiwan in der Taipeh Vertretung in Hong Kong hat sich insgesamt als 10 Minuten Aufwand erwiesen.

Der Rest der insgesamt vier Tage von Samstag bis Dienstag blieb also für Shopping und Sightseeing, wobei letzteres am ersten Tag aufgrund dicken Nebels so gut wie gar nicht möglich war.

The Peak, wer kennt ihn nicht aus unzähligen Filmen oder Fotos oder Postkarten aus Hong Kong mit der grandiosen Aussicht auf Hong Kongs Skyline…..hmm…..Pustekuchen, bei unserem ersten Besuch nichts weiter als fette Nebelschwaden und ich war sehr sehr sauer, da der Ticketverkäufer unten am Eingang breit grinsend fröhlich Tickets verkaufte, obwohl er bestimmt genau wusste, dass man oben rein gar nichts sehen konnte.

Man gut, dass wir zusätzlich noch die Tickets für Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett gekauft hatten, aber natürlich war das nicht wirklich eine Entschädigung für die Hauptattraktion Hong Kongs.

Aus Protest gegen den Nebel sind wir deswegen am nächsten Tag nach Macau gefahren, wo neben dem portugiesischen Flair auch gleichzeitig portugiesisches Wetter mit fast 30 Grad Ende Februar herrschte. Wirklich eine tolle Stadt und eine tolle Mischung mit den Straßenschildern auf Chinesisch und Portugiesisch, auf jeden Fall einen Tagestrip wert.

Der Protest schien sich gelohnt zu haben, denn abends zurück in Hong Kong hatte sich der Nebel gelichtet und wir ergriffen nochmals die Gelegenheit uns auf den Peak zu wagen und diesmal endlich mit Erfolg.

Es gibt ja für jeden so die Orte, an denen man in einer Stadt oder einem Land unbedingt gewesen sein will. Bei mir war es mit dem Peak wieder so ein Fall und deswegen wäre ich wohl noch ein drittes und ein viertes Mal da rauf gegangen, um wie schon so mancher meiner Bekannten einen Ausblick auf Hong Kong  zu werfen.

Wirklich grandios! Im Prinzip hätte die Reise hier schon zu Ende sein können und ich wäre zufrieden gewesen, aber der eigentliche Zweck war ja noch gar nicht erfüllt.

Am Montagmorgen haben wir uns dann frühzeitig zur Taipeh Vertretung in Hong Kong aufgemacht, damit ich das fertige Visum wie auf der Webseite versprochen auch bis zum nächsten Tag wieder abholen konnte. Mittlerweile habe ich ja schon genug Erfahrung mit dem Ausfüllen des multifunktionalen Visumsantrags, nur dieses Mal war der kleine aber feine Unterschied eben, dass ich a) verheiratet ankreuzen konnte und b) mein Visum für Taiwan als familiären Aufenthalt begründen durfte. Zusammen mit unserer Heiratsurkunde, dem Auszug aus dem Haushaltsregister, sowie den üblichen Fotos und dem Geld war die Visumsbeantragung eine Sache von fünf Minuten.

Den Rest des Tages nutzten wir dann für einen ausgedehnten Besuch der Gegend rund um den Hafen, vor allem natürlich der Avenue of Stars und der Bruce Lee Statue, weil das wie die Aussicht von The Peak wohl einfach zu einem Hong Kong Besuch dazugehört. Abends haben wir dann noch die kostenlose Lightshow der Skyline Hong Kongs bewundert und sind danach einkaufen gegangen.

Am Dienstag, den letzten Tag des Kurztrips, galt es dann nur noch meinen Reisepass mit fertigem Visum wieder von der Taipeh Vertretung abzuholen (das Rauf- und Runterfahren mit dem Fahrstuhl dauerte dabei am längsten) und noch ein paar Stunden durch Hong Kongs Straßen zu pilgern, bevor es wieder zurück nach Taiwan ging.

Damit hätte ich also dann das Visum (ein Familien-Besuchervisum anstatt eines Studenten-Residenzvisums), das ich zwingend für die Beantragung eines Familien-Residenzvisums benötige, nun jetzt aber wieder in Taiwan beantragen muss, weil das im Ausland irgendwie nicht geht. Und obwohl solche kleinen Kurztrips in das nahegelegene Ausland (Alternativen zur Taipeh Vertretung in Hong Kong sind noch Japan und Thailand) durchaus ihren Reiz haben, werde ich so schnell wie möglich versuchen, die Sachen hier jetzt endgültig unter Dach und Fach zu bringen, bevor die Ausländerbehörde wieder neue Regelungen auswürfelt.

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