October 23rd 2005

Recently I caught a severe disease here in Taiwan. Well, don’t worry, it’s not about avian flu or something like this. My disease could be called Mahjong fever and if you don’t know what it is, you will get to know it very soon 🙂

Probably you think of this solitaire Mahjong with hundreds of different types you can play at the computer. Well this is something provided using the name Mahjong, however it almost doesn’t have any connection with the original game from China, except the tiles sometimes. Maybe game providers had been afraid that foreigners couldn’t understand the rules of original Mahjong.

Thus, if I write of Mahjong in the following I refer to the game, which rules are described in this great Wikipedia article. I think it’s too long to copy and paste it here, so please just follow the link. Furthermore I found a very interesting intro movie explaining some Mahjong basics in motion.

There’s hardly no one in China who doesn’t know how to play Mahjong, which is very fascinating for a game which might be up tp 4000 years old. The first time I played Mahjong was in Hualien this year in February. Some friends introduced me to the game and helped making the first moves, after a few hours I got it quite ok I guess and since then I never lost interest in playing Mahjong.

Recently I got a software for playing Mahjong at the computer. The graphics are nicely done and the gameplay is very smooth, it just makes fun and it’s really close to  the real game. To give you one more clue how it is to play Mahjong I will add some screenshots of the game for you:

The start of each round. Every player gets 16 tiles (Taiwan style). It’s my
turn right now and I can decide whether to keep the right side tile or not.

PONG! I already had a pair of tiles, now someone
offered the third one, so I can shout PONG and finish one part.

During playing Mahjong in real life,
people might also act like this from time to time 😉

Every virtual player has a unique set of comments and jokes,
most of them really funny. Friends told so because it’s still hard to understand for me.

Ups, someone wins and is happy 🙂

Scoring. The more complicated the
combination is, the higher the score you get.

Usually, one round at the PC just takes two or three minutes, because you don’t have to care about mixing the tiles, building the wall, breaking the wall and sorting the tiles. However it already happened that I played this game for a couple of hours without knowing it 😉 In real life, Mahjong games could last the whole night or even longer, it’s not just a game to play for fun, but also a good opportunity about anything which comes to your mind.

I wanted to learn how to play Mahjong by all means, because it deeply belongs to Chinese culture and foreigners being able to play Mahjong are considered to be really cool, haha 😉

Mahjong Fieber

Von all den Krankheiten, die da aktuell in Asien und auf der ganzen Welt so in der Luft liegen und fliegen hat mich auch eine erwischt, allerdings keine Angst….sie hat weder was mit gefiederten Tieren noch mit komischen Abkürzungen a la H5N1 zu tun. Meine Rede ist vom Mahjong Fieber und jeder, der bis jetzt noch nicht weiß was das ist, wird es gleich kennenlernen. 🙂

Vielleicht denken jetzt einige, ich schreibe von dem schon längst bekanntem, in tausend Varianten am PC erhältlichem Mahjongspiel, in dem man alle Steine vom Bildschirm bekommen muss. Das heißt zwar auch Mahjong, hat aber mit dem traditionellen Spiel fast gar nichts mehr gemeinsam…eine weitere Sache, die irgendwann mal von der Industrie entdeckt und dann vollkommen verändert wurde, um es besser als aus Asien stammend verkaufen zu können, vielleicht hatten sie Angst, dass keiner im Westen die Regeln versteht.

Also, wenn ich im Folgenden von Mahjong rede, dann meine ich voll und ganz das Spiel, dessen Regeln bei Wikipedia kurz beschrieben werden. Da ich mir den Blog damit jetzt nicht vollladen will, empfehle ich jedem bei Interesse mal dem Link zu folgen.

In Taiwan und China ist Mahjong sowas wie Skat bei uns. Allerdings kann ich kein Skat, wohingegen ich hier noch niemanden getroffen habe, der kein Mahjong spielen kann! Ich gehe daher mal davon aus, dass die allermeisten Chinesen mit dem Mahjongspiel vertraut sind, schon der Wahnsinn bei einem Spiel, dass vielleicht 4000 Jahre alt ist.

Das erste Mal habe ich Mahjong dieses Jahr im Februar in Hualien gespielt, mit etwas Hilfe klappte es sogar zu Anfang schon ganz gut und seitdem hab ich das Interesse an dem Spiel nicht wieder verloren. Nun hat es sich neulich zufällig ergeben, dass ich ein Mahjongspiel als PC Version erhalten konnte. Seitdem wird hier gezockt bis die Maus glüht und natürlich möchte ich euch einen kleinen Blick auf das Spiel nicht verwehren.

Ich wollte zuerst noch ein Video während des Spiels machen, da aber mein Laptop zu der Zeit 100% ausgelastet ist, verweigert das Aufnahmeprogramm seinen Dienst. Nun denn, dann müssen wir uns eben mit ein paar Fotos zufrieden geben:

Der Beginn einer Runde. Jeder Spieler bekommt 16 Steine. Ich bin jetzt an der Reihe und kann entscheiden, ob ich den Spielstein ganz rechts behalten will oder nicht.

Ein PONG! Da ich bereits zwei gleiche Steine habe, kann ich mir den dritten einfach dazu pongen und habe damit ein fertiges Teil.

Solche Gesichtszüge und Verrenkungen treten auch bei Spielen im normalen Leben manchmal auf 😉

Jeder virtuelle Spieler kommt mit seinen/ihren eigenen Sprüchen daher, von denen sehr viele wirklich lustig sein sollen (hab ich mir sagen lassen, da ich vieles einfach noch nicht verstehen kann)

Ups, da hat wohl wer gewonnen und freut sich 🙂

Die Kombi ist aber auch wirklich gut, welches in diesem Fall viele Punkte gibt.

Für gewöhnlich dauert eine Runde am PC nur zwei bis drei Minuten, da das Steine mischen, Mauer aufstellen, Steine ziehen und sortieren entfällt und trotzdem kann beim spielen schon mal locker die eine oder andere Stunde draufgehen. Im wahren Leben ist es nicht ungewöhnlich, dass Mahjongpartien schon mal die ganze Nacht durchgehen und dann wahrscheinlich am Tag noch weiter, es ist ein Gesellschaftspiel bei dem nebenher auch über alles mögliche gequatscht wird.

Ich wollte es unbedingt lernen, weil es wirklich fest zur chinesischen Kultur gehört und ein Ausländer, der Mahjong spielen kann hier fast als unmöglich erscheint, ein weiterer Meilenstein in meiner Chinesischkarriere und vielleicht lässt sich in Zukunft daraus noch was machen. 😉

Ist alles nicht so einfach mit den T(h)ais…

Heute mal im Bildblog Style mit einem netten Gruß und Kompliment an die Mädels und Jungs, die Tag für Tag über die schlimmen und nicht so schlimmen, aber immer irgendwie komischen Artikel der Bild Zeitung schreiben:

Es ist ja eigentlich schon schlimm genug, dass Taiwan bereits zum dritten Mal in diesem Jahr von einem schweren Taifun getroffen wurde und das sich die Nachrichtenmedien im Gegensatz zu vergleichsweise kleineren Stürmen in den USA kaum einen Dreck drum scheren. Wenn ich dann rein zufällig auch noch eine Bildunterschrift wie diese in der Onlineausgabe der Mitteldeutschen Zeitung lese, dann fällt mir wirklich nichts mehr ein:

Auto fahren nach dem Taifun «Longwang» auf einer überfluteten Straße in der Ortschaft Chiang Mai, rund 600 Kilometer nördlich der taiwanesischen Hauptstadt Bangkok. (Foto: dpa)

Es ist schon dumm genug, Taiwan mit Thailand zu verwechseln. Noch dümmer ist es allerdings, die wirklich ausführliche Bildbeschreibung

Cars drive through a flooded street in Chiang Mai, 600 kilometres north of Bangkok, Thailand, Thursday 29 September 2005, after typhoon ‚Damrey‘ swept across the region.  EPA/STR +++(c) dpa – Bildfunk+++

so falsch zu übersetzen, dass gleich drei dicke Fehler mit eingebaut werden. Der Taifun in Thailand hieß nämlich Damrey und hatte mit Longwang in Taiwan gar nichts zu tun. Chiang Mai dürfte nicht nur jedem Thailand- sondern wohl auch jedem Asienurlauber als eine Stadt mit über 150.000 Einwohnern bekannt sein und nicht als „Ortschaft“ wie Kleinkleckersdorf am Rübenberge. Und mit 600 Kilometer nördlich der taiwanesischen Hauptstadt….na? richtig! Taipei liegen wir schon irgendwo im Bereich von Shanghai, was schon mal zur Klärung vorweg nicht in Japan liegt. 😉

Und dabei habe ich extra noch einige Tage gewartet, in der Hoffnung der Geografiebeauftragte der Mitteldeutschen Zeitung würde seine Arbeit schon irgendwann noch aufnehmen, allerdings bleibt die Lage wohl hoffnungslos. Bisher war ich sowas nur von Bild gewohnt. Das solche Dinge im dazugehörigen Presseartikel nicht zu finden sind liegt wohl einzig und allein daran, dass der Text 1:1 von der dpa übernommen wurde, ist wahrscheinlich auch besser so.