July 28th 2005

I think I just had to do something against the overwhelming amount of grammar and vocabulary of my Chinese classes hitting me every week. Every new lesson brings 70 to 80 new Chinese words and I’m sure, they will be taken for the final exam next month, thus there is no other way to study them right now and hope to be able to write them quite soon. It might be okay for just one lesson, but my book contains 28 lessons and about 650 pages.

怎麼辦? Well, actually there are quite many websites which copious handle the Chinese language and which are very helpful doing homework or preparing exams, for example the excellent dictionary from YellowBridge and for detailed character checking the marvelous list of zhongwen.com. However, using these sites require two basic knowledges: how is a character written and how it is spelled. Therefore these two sites are not very suitable to learn new vocabulary.

So how to remember a large amount of new words in a short time? Of course you can use the traditional method of writing every word down on a card and repeat watching at them until you got all in memory, but hey, we are living in the 21st century and (almost) everything can be done using a computer!

Fortunately, Miss Taiwanoca got a PDA from her dad some while ago, but she didn’t know what do with it, so she gave it to me. However, I also haven’t had any great necessity to use it until I got this problem about vocabulary learning. Once more looking for some programs online, I finally found some to use on the PDA, so right now I can input Chinese characters just by writing them down on the screen 🙂

Furthermore I made it to transfer all the words from my book to a flashcard program on the PDA, so I can practice them quite easily. And, believe it or not, at today’s dictation I got 100%!! Maybe just coincidence or luck? Well, I will find out at the next exams, anyway it just looks very cool to put out your PDA at the bus and write on it 🙂 Maybe I will also buy a graphic tablet to write characters on the computer screen, but for the moment I’m quite okay with this solution, in fact there are only three weeks left until the final exam!

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Jetzt wird aufgerüstet

Nein, ich bereite mich nicht auf den Einmarsch in China vor (…obwohl ?! 😉 ), sondern ich meine damit eher die technische Aufrüstung zum effektiveren Lernen von Chinesisch. Ja, ist wirklich wahr, im Moment ist der Vokabel- und Grammatikflut meines Chinesischunterrichts kaum noch beizukommen. Pro Woche rauschen etwa 70 bis 80 neue Wörter herein, die man am besten natürlich gleich auf Chinesisch schreiben können sollte, da einige davon mit Sicherheit in der Abschlussprüfung enthalten sein werden. Dazu kommt noch die mittlerweile stetig schwieriger werdende Grammatik. Für einzelne Lektionen ist das alles noch machbar, für das gesamte Buch (28 Lektionen, 650 Seiten) sieht es da schon etwas düsterer aus.

怎麼辦? Was tun? Nun, im Internet gibt es ja mittlerweile eine Menge Seiten, die sich ausgiebig mit der chinesischen Sprache befassen und die von mir auch regelmäßig bei Hausaufgaben und Vorbereitungen genutzt werden, u.a. das sehr gute Wörterbuch von YellowBridge und für die genaue Zeichenkunde die fabelhafte Liste von Zhongwen.com. Die beiden Seiten helfen schon mal etwas beim Nachschlagen von Wörtern, die bereits bekannt sind, denn….meistens muss ich ja die chinesische Bedeutung abfragen und dazu muss ich grundsätzlich schon mal wissen wie es a) entweder geschrieben oder b) in etwa ausgesprochen wird. Zum Erarbeiten von neuen Vokabeln sind diese Seiten also weniger geeignet.

Wie knallt man sich also eine Vielzahl von neuen Vokabeln in den Kopf? Mit Flashcards, das sind ursprünglich diese kleinen Kärtchen, auf denen man sich jeweils die neuen Wörter mit Übersetzungen schreibt, auf einen Stapel legt und so lange übt, bis man sich an alle erinnern und sie auch schreiben kann. Nun habe ich ja nicht die Zeit jetzt über 1000 kleine Kärtchen zu schreiben und sie ewig mit mir herumzuschleppen (…würde auch doof aussehen). Diese Meinung hatten natürlich auch schon andere und es gibt mittlerweile recht viele Flashcard-Programme für den Computer. Eines davon enthält sogar die komplette Vokabelliste von Band 1 und 2 meines Unterrichtsbuches, allerdings funktioniert es nur auf einem Palm PDA! Habe ich aber nicht und auch kein Geld mir so was zu kaufen (weder einen Palm noch das Programm). Für beide Sachen gab es aber eine recht gute Lösung.

Frl. Taiwanoca hatte vor einiger Zeit von ihrem Vater einen Pocket PC (Casio Cassiopeia EM-500) geschenkt bekommen, mit dem sie aber nicht viel anfangen konnte und deswegen mir bereits letztes Jahr gegeben hat. Allerdings hatte ich nie wirklich die Zeit mich damit zu beschäftigen und damit blieb das Teil die meiste Zeit weiter ungenutzt im Regal liegen. Bis vor kurzem! Als ich neulich mit Sebastian über das Chinesisch lernen gesprochen habe und er mir erzählte, dass er auch einen Palm PDA benutzt, habe ich mich doch mal näher mit dem Ding beschäftigt. Es hat zwar auch ein Paar Tage gedauert, aber letzten Endes habe ich sogar ein paar Programme für Pocket PC gefunden (…mal nebenbei, umfangreiche Informationen über PDA’s im Allgemeinen findet man in diesem Wikipedia Artikel).

Hehe, cool, jetzt kann ich sogar auf dem Teil schreiben und mit ein paar Tricks und Konvertierungen sogar die Vokabeln aus meinem Buch als Flashcards anzeigen lassen und diese bis zum Geht-nicht-mehr üben. Hab ich gestern Abend gemacht und heute im Diktat gleich mal 100% geschrieben. 🙂 Glück oder Zufall?! Nun, das werde ich wohl bei den nächsten Tests herausfinden, ich denke aber, dass dieser Weg schon ein ganzes Stück weiterhilft, außerdem sieht’s cool aus, wenn man im Bus mal so eben den PDA zückt und darauf rumkritzelt. 😉 Weiterhin werde ich mir irgendwann mal vielleicht noch ein Grafiktablett für den PC zulegen, auf dem man dann auch wie auf einem Blatt Papier schreiben kann mit dem Vorteil, dass die Zeichen (sofern sie erkannt werden :=) auch gleich auf dem Bildschirm stehen. Bisher bin ich aber mit der bisherigen (…und für mich kostenlosen!) Lösung erstmal zufrieden. Jetzt muss ich aber wirklich weiterlernen, sind schließlich nur noch drei Wochen bis zur Abschlussprüfung!

July 20th 2005

I think I shouldn’t have make jokes about the latest hurricanes in the US, because during the last three days, Taiwan also has been affected by a typhoon called „Haitang“. Of course it’s not the first typhoon I experience over here in Taiwan, but the strongest so far, supposed to be the strongest one since five years.

Thus, after radio and TV announced that this time could get quite nasty, Miss Taiwanoca and I bought some more food, water and batteries. Saturday was still quite nice, except some heavy winds. At Sunday morning the first heavy rain showers appeared and wind became much heavier, which changed into this typical typhoon weather during Sunday afternoon and evening. This means: Super heavy rain and winds, which make me never dare to leave the house at that time!

Due to the fact that we live at the sixth floor and our room faces the wind on two sides, by every gust it became really loud, which made us staying awake until 5am in the morning. Furthermore, wind seemed to be that heavy that it was able to push the water through the wall and into the room. So we had to seal it up with some towels. The top was reached at 5.54am, when I thought that my beloved window will be blown away. Wow, what a wind gust! It also made the house shaking a little bit (…which usually is just allowed to earthquakes ;)).

On Monday, most office work and school had been canceled, so it was a typhoon holiday 🙂 During the morning, weather became more calm and in the afternoon the rain even stopped and the sun was shining a little bit. The eye of the typhoon! I never experienced this before, but it is true: Seeming like nothing happened before, everything was quite nice again, which let Miss Taiwanoca and me go out to the next supermarket and also take a walk over the university campus. Fortunately there was no severe damage, just a lot of kindling lying around. The rest of the typhoon didn’t affect the north of Taiwan much anymore, in opposite to the middle and south, where heaviest rainfalls went down.

On Tuesday, the everyday life started again and one day later, there was almost no evidence of typhoon to see. However it sounds dangerous or scary, this everything is quite normal for Taiwan, on average 4 to 6 typhoons arrive the island each year.

Ok, so far, the first report of typhoon this year, which very probably won’t be the last. At the moment, weather looks perfect, with 35 degrees and no clouds to see 🙂

Taifun Haitang

In den letzten drei Tagen stand Taiwan unter dem Einfluss des ersten Taifuns dieser Saison mit dem Namen Haitang. Es ist ja nicht der erste Taifun, den ich hier in Taiwan miterlebt habe, wohl aber der bislang heftigste, war er doch angeblich der stärkste seit fünf Jahren und kurzfristig sogar zum Supertaifun deklariert wurden. Was das genau bedeutet, weiß ich nicht so genau, ich will es aber auch nicht wirklich herausfinden.

Auf wettergefahren-fruehwarnung.de kann man sich die Analyse des Taifuns mitsamt gut erklärenden Grafiken mal anschauen (auch für weitere sog. Wettergefahren sehr zu empfehlen).

Ja stimmt, irgendwie finde ich das Thema sehr interessant. 🙂 Was ist aber nun genau passiert? Also, nachdem über Fernsehen und Radio bekannt gemacht wurde, dass da wohl doch etwas Größeres auf Taiwan zukommt haben Frl. Taiwanoca und ich erstmal noch weitere Nahrungsmittel, Wasser und Batterien gekauft. Der Samstag war eigentlich noch ganz schön, bis auf bereits ziemlich lebhaften Wind. Am Sonntagmorgen gab es dann vereinzelt schon sehr starke Regenschauer mit immer heftigerer wehendem Wind, welches sich dann im Laufe des Sonntag Nachmittags und Abends in dieses Taifun Wetter wandelte. Taifun Wetter heißt in diesem Fall: Heftigste Niederschläge mit heftigstem Wind, der in Böen sogar noch heftiger als heftig ist. Zu diesem Zeitpunkt würde ich nie und nimmer das Haus verlassen!

Da wir ja bekanntlich im 6. Stock leben und unser Zimmer zu zwei Seiten direkt dem Wind ausgesetzt ist, hat es hier oben bei jeder Böe jedes Mal ein ganz schönes Spektakel gegeben, es war so laut, dass wir bis 5 Uhr morgens nicht schlafen konnten! Außerdem schien der Wind dieses Mal so stark gewesen zu sein, dass er das Regenwasser von außen durch die Hauswand drückte und wir einige Bereiche mit Handtüchern abdichten mussten. Der Höhepunkt für mich war dann morgens um 5.54 Uhr, als ich dachte, dass mir mein geliebtes Fenster gleich um die Ohren fliegen würde. Bei dieser wirklich wahnsinnig starken Windböe hat sogar das Haus etwas gewackelt (…was eigentlich nur dem z.B. eben gerade passiertem Erdbeben vorbehalten bleibt).

Am Montag hatten weder Schulen geöffnet, noch die meisten Büros, wir hatten alle sozusagen Taifunfrei. 🙂 Im Laufe des Vormittags wurde es aber dann merklich ruhiger und am Nachmittag hörte dann der Regen und der Wind ganz auf und sogar die Sonne schien etwas. Das Auge des Taifuns! Ich hatte das bisher noch nicht miterlebt, aber es stimmt wirklich: So als wäre vorher nichts geschehen, war auf einmal wieder das schönste Wetter, was Frl. Taiwanoca und ich auch dazu nutzten im nächstgelegenen Supermarkt etwas einzukaufen und über den Uni-Campus zu gehen. Glücklicherweise haben sich hier keine größeren Schäden ereignet, nur sehr viel Kleinholz lag überall herum. Der Rest des Taifuns hat dann den Norden Taiwans nicht mehr wirklich großartig beeinflusst, dafür leider eher die Mitte und den Süden, wo in der Folge die mit Abstand größten Niederschläge fielen.

Am Dienstag allerdings ging für die Meisten (auch für mich) der normale Alltag wieder weiter und noch einen weiteren Tag später hat man von den Spuren eines Taifuns nichts mehr gesehen. An alle, die jetzt immer noch manchen Fernsehbildern Glauben schenken und denken, ein Taifun würde die halbe Insel wegpusten, kann ich versichern, dass dem mit Sicherheit nicht so ist. Es gibt jedes Jahr vier bis sechs Taifune, die über oder knapp an der Insel vorbeiziehen, genauso wie im Winter bei uns Schnee fällt und manchmal mit dem Auto kaum ein Vorwärtskommen möglich ist, verhält es sich auch hier. Man muss halt damit leben und das Beste draus machen. Zum Vergleich: Ich sehe hier in Taiwan selten Häuser mit Dachziegeln, ich möchte nicht wissen, wie viele Dächer zu Hause durch einen Taifun abgedeckt würden, auf jeden Fall wären die Schäden aber größer als hier in Taiwan, und dabei zählt die Insel zu den am dicht bebautesten Gebieten der Welt.

Okay, soviel also zum ersten Taifunbericht dieses Jahres, es werden, wie schon gesagt, sehr wahrscheinlich noch mehrere folgen. Im Moment sieht es aber wieder sehr gut aus, sonnig bei 35 Grad und von Taifun nichts weiter zu sehen.

PS: Wegen akuten Zeitmangels und der Tatsache, dass ich diesen Bericht insgesamt drei Mal schreiben musste (manchmal klicke ich halt zu schnell 😉 ) hat sich alles etwas verzögert.

Taiwan – Großes Schauspiel

Für alle, die bei den gelegentlichen Meldungen über Taiwan und China in Sorge geraten, empfehle ich mal folgenden Artikel. Es wird zwar leider nicht die kulturelle und allgemein historische Seite in dieser Angelegenheit berücksichtigt (würde mich von einer Finanzseite auch wundern), dennoch steckt ein Großteil Wahrheit darin:

http://www.finanzen.net/nachricht/fonds/Asien-Der-Streit-zwischen-China-und-Taiwan-ist-vor-allem-ein-Schauspiel-100703

 

Haha…Harald

Gesprochen von Harald Schmidt als Kommentar zur innerdeutschen PISA-Studie:

“Die Gesamtschule in Bonn-Beuel kam auf den dritten Platz der deutschen Schulen. Dort wird unter anderem der Kurs “Chinesisch” angeboten. Das ist sehr wichtig! Man will natürlich in fünf Jahren mit seinem Chef sprechen können.”

Es geht aber noch mehr:

“Siemens hat seine Handy-Sparte an Taiwan verschenkt. Das ist ein schöner neuer Trend. Heute war eine Delegation aus Indien hier. Die hat sich das Ruhrgebiet angeschaut.”

Ein Gecko namens Sunday

Sowas gibt’s auch nur in Taiwan. Frl. Taiwanoca und ich waren gerade beide am Lernen, als sich draußen an der Fensterscheibe irgendwas hin und her bewegte. Ein 壁虎 (bi4 hu3) = Gecko hatte sich an unserem Fenster festgesaugt und war fleißig am Mücken vertilgen.

Ist ja sehr löblich von ihm und war auch irgendwie faszinierend den kleinen Kerl vertikal auf und ab laufen zu sehen. Frl. Taiwanoca gab ihm den Namen “Sunday”, weil heute Sonntag ist, er ließ sich aber auch durch Klopfen meinerseits an der Fensterscheibe nicht ablenken und war fröhlich am Hin- und Herlaufen.

Meine Frage nur: Wie kommt Sunday an unser Fenster im 6. Stock ??? Nein, Geckos können nicht fliegen! Falls er wirklich den ganzen Weg vom Boden her hier hoch gekommen ist (…und das vertikal) dann muss ich ihn mal nach seinem Rezept fragen, ich bin nach dem Treppensteigen immer so fix und fertig. Später am Abend war er allerdings wieder verschwunden.